Bericht über den 2. SGLW-Workshop am 20.02.2010 in Leipzig
Als Workshop kommunizierten die jugendlichen Teilnehmer über DEAF-Vision. Als Hilfe waren 5 verschiedene Richtungen als Motive in Plakatformat vorgegeben. Diese waren Bildung, Abenteuer, Jugend-Politik, Party und Sonstiges. Dazu notierten die Teilnehmer der einzelnen Workshops ihre Gedanken zu den Themen auf den Plakaten. Die Meinungen waren sehr unterschiedlich.
Nun hat das sächsische Jugendnetzwerk alias Stille Glühwürmchen (kurz SGLW) den 2. Workshop durchgeführt. Am Samstag, dem 20. Februar 2010 (ab 11 Uhr), waren 17 Teilnehmer im Freizeithaus des Berufsbildungswerkes Leipzig (kurz BBW Leipzig) anwesend. In einer kurzen Vorstellungsrunde begrüßte Josephine Hoffmann, die als 1. Vorsitzende tätig ist, alle Teilnehmer ganz herzlich und stellte das SGLW-Team vor.
David Kunert, ein eifriges Mitglied des SGLW, gebärdete über die Grundlage des SGLW und das deutschlandweite Jugendnetzwerk der Deutschen Gehörlosen Jugend e.V. (kurz DGJ). Die DGJ wird zurzeit von fünf Vertretern organisiert. Das Netzwerk der DGJ besteht aus unterschiedlichen Gruppen, z.B. „Jubel³“ aus Berlin, Jugendclub „die Kogge“ aus Bremen, seit kurzem die neue Gruppe „Wilde Löwenjugend“ aus Baden Württemberg, „Free-Hand“ aus Hessen, „Initiative Gehörlosen-Jugend“ aus München usw.
Dann war Pause angesagt. Es gab kostenlosen Kaffee und belegte Brötchen. Dem SGLW-Team wurden freiwillige Spenden überreicht. Wir danken den Teilnehmern dafür, denn dieses Geld wird uns weiterhin helfen, uns sinnvolles für die Jugendarbeit einzusetzen.
Als Letztes berichtete Josephine Hoffmann über Mobbing, Klatsch und Tratsch. Dazu verdeutlichte Sie mit einer anderen Person, was Mobbing ist und was nicht. Viele Betroffene verstehen dies falsch. Kommunikative Probleme zwischen Hörenden und Hörgeschädigten sind nicht gleich mit Mobbing zu vergleichen. Das Thema betrifft jeden, weil Klatsch & Tratsch auch die Gehörlosenwelt stark bewegen. Die Folgen können vom schlechten Ruf bis zum „Rufmord“ gehen, d.h. das Opfer verliert seine Würde. Der Täter treibt sein Opfer im schlimmsten Fall in den Selbstmord. Die Ursachen, warum Leute, auch Hörende, gerne über andere Menschen tratschen und klatschen, liegt an zu wenig Interesse an Bildung u.a. Daher ist der Gesprächsstoff eingeschränkt. Manche Gehörlosen provozieren die Isolation einer anderen Person. Sie reden schlecht über die Person. So geht ein normaler Kontakt verloren. Auch in Schulen wird zu wenig über Mobbing aufgeklärt. Mobbing kann strafbar sein!
Nach dem Workshop fuhren alle Teilnehmer ins Leipziger Stadtzentrum und gingen in das Restaurant „Vapiano“. Wir unterhielten uns gemütlich mit unseren Händen. Einige hatten großen Appetit und bestellten noch etwas Süßes. Mitternacht reisten wir wieder nach Hause.
Bericht: Thomas Maurer/Josephine Hoffmann
Foto: Ines Klöckner



